Interview · 2019
Charlie Munger, Unplugged (WSJ / Jason Zweig, 2019)
Gedrucktes Interview, keine Aufnahme. Der ursprüngliche WSJ-Artikel steht hinter einer Bezahlschranke; Jason Zweig (der WSJ-Mitautor) betreibt die offizielle Seite, und das vollständige Transkript ist über den Transkript-Link frei lesbar.
Dies ist überhaupt keine Aufnahme — es ist ein gedrucktes Interview, und es verdient seinen Platz im Archiv, weil es zu den offenherzigsten ausführlichen Porträts gehört, die je über Munger veröffentlicht wurden. Im April 2019, damals 95, saß er mit dem Wall-Street-Journal-Kolumnisten Jason Zweig und der Reporterin Nicole Friedman rund sechs Stunden lang beim Abendessen in seinem Haus in Los Angeles; das daraus entstandene Stück „Unplugged“ ist das redigierte Transkript dieses Abends samt einem anschließenden Telefonat.
Warum man es lesen sollte. Das Setting am Esstisch und die Länge locken einen nachdenklicheren Munger hervor, als die öffentlichen Auftritte es tun. Er sinniert über seine unwahrscheinliche globale Anhängerschaft — größtenteils, sagt er, „Nerds in China oder Indien“, die leidenschaftlich an sich selbst arbeiten — und zieht seine scharfe Grenze zwischen echtem Investieren und Korrelationsjagd, die sich als Finanzwesen tarnt. Es gibt hier echte Reflexion über das Altern, darüber, was er anders machen würde, und über das Projekt eines rationalen Lebens, das sein ganzes Dasein beseelte.
Hinweis zum Zugang. Das Wall Street Journal besitzt das Original und hält es hinter einer Bezahlschranke. Zweig, der Mitautor, betreibt die offizielle Landingpage (oben als Quelle verlinkt). Für Leser ohne WSJ- Abonnement ist das vollständige Transkript gespiegelt und über den Transkript-Link frei lesbar.