Vorlesung · 2003
Akademische Volkswirtschaftslehre: Stärken und Schwächen (UCSB, 2003)
2003 lieferte Munger der UCSB eine pragmatische Diagnose dessen, was mit der akademischen Volkswirtschaftslehre nicht stimmt. Er beginnt großzügig – die Volkswirtschaftslehre sei multidisziplinärer als die anderen weichen Wissenschaften und sollte daher bewundert werden – und zählt dann ihre Mängel einen nach dem anderen auf: eine fatale Abkopplung von den anderen Disziplinen, „Physik-Neid“ und ein Verlangen nach falscher Präzision, eine Überbetonung der Makro- auf Kosten der Mikroebene, keine Gewohnheit, geliehene Ideen zu würdigen, und eine nahezu vollständige Weigerung, Psychologie einzubeziehen. All dem liegt seine seit Langem vertretene Ablehnung der starken Markteffizienzhypothese zugrunde, der Berkshires eigene Bilanz widerspricht.
Ein Hinweis zur Aufnahme. Ein Video dieser Vorlesung war einst im Umlauf, doch der Link, auf den Aggregatoren verwiesen, ist inzwischen tot, und wir konnten kein erhaltenes authentisches öffentliches Video bestätigen. Daher kennzeichnen wir diese als umstritten – der Vortrag ist echt und in Textform gut dokumentiert, doch der Audio-/Videostatus ist ungeklärt – und verlinken ein verifiziertes Transkript, anstatt einen Clip einzubetten, für den wir nicht einstehen können.
Das hier verlinkte Transkript ist der vollständige Text der Vorlesung von Farnam Street. Für den Rahmen, den dieser Vortrag speziell auf die Volkswirtschaftslehre anwendet, siehe den Harvard-Law-Vortrag von 1998 über multidisziplinäre Fähigkeiten.